Nach fast 4 Jahren und ca. 8100 Stunden praktischer Arbeit ist es am 28. September 2014 endlich so weit: Wir weihen unser neues Gemeindehaus in der Weiherstraße 5 mit einem Festgottesdienst ein.

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Die Glaswände des Gemeindesaals sind geöffnet und auch im Foyer stehen Stühle. Trotzdem müssen kurz vor 11 Uhr noch weitere Stühle herbeigeschafft werden, um den ca. 350 Besuchern eine Sitzgelegenheiten zu schaffen, der erste „Mehrweg“ an diesem Tag. „Mehrweg“ – unter diesem Thema stand die Einweihung. In der Predigt, die von unserem Pastor Lukas Schülbe zusammen mit dem Lokaljournalisten und Laienprediger der evangelischen Kirche Ekkehard Rüger gehalten wurde, ging es am Beispiel der Emmausjünger (Lk 24, 13-35) um die zwei Perspektiven des Themas „Mehrweg“. Zum einen um die Hoffnung, dass sich in diesem Haus viel mehr Wege treffen, als wir uns im Moment denken und dies keine Sackgassen sind, sondern eine wilde Kreuzung von vielen Lebenswegen. Zum anderen aber auch darum, dass Gott selber so in diesem Haus wirkt, dass mehr wird aus unseren Lebenswegen.

Das Thema hätte aber auch „Dank“ heißen können:

  •  Dankbar für kleine und große Wunder rund um den Bau, Bewahrung vor großen Unfällen, für die vielen Helfer und Spenden.
  •  Dankbar für den ersten Bauabschnitt mit dem Kauf und der Sanierung des denkmalgeschützten Fachwerkhauses.
  •  Dankbar für den gelungenen Anschluss des Neubaus, die positiven Genehmigungsverfahren, für unsere „Mitbewohner“ der Tagespflege Bethanien im Gartengeschoss.
  •  Dankbar für das Wirken Gottes während der Bauphase, dem Erhalt des Gemeindelebens, der Eintracht unter den Mitgliedern.
  •  Dankbar für das, was noch kommt, denn unsere Zukunftsperspektive ist es, dass wir eine authentische Gemeinde sein wollen und als lebendige Christen in Burscheid wahrgenommen werden.

Symbolisch dafür wurde ein großes Paket geöffnet, in dem sich immer kleiner werdende Päckchen befanden. Im letzten lag der Gemeindehausschlüssel, der unters Kreuz gelegt wurde, als Zeichen dafür, wer unser Mittelpunkt und eigentlicher Hausherr ist.

Mehrweg - Ein erster Schritt ist mit dem Umzug ins Herz der Stadt getan. Und auch dieser fand mit mehr Wegen statt. Als erstes durfte die Kinderstunde im Oktober 2013 einige Räume des Fachwerkhauses beziehen, Ende Februar 2014 folgte dann der Umzug der ganzen Gemeinde - früher als geplant um unserem Käufer des alten Hauses entgegenzukommen. Im provisorisch hergerichteten Jugendbereich wurde von nun an Gottesdienst gefeiert. Am 24. August konnten wir dann den ersten Gottesdienst im fertigen Gemeindesaal feiern, nachdem wir im Mai schon im Rohbau Taufe gefeiert hatten.

Im Anschluss an den Gottesdienst konnten sich alle an den herumgereichten Köstlichkeiten gütlich tun oder sich das neue Gemeindehaus einverleiben – praktisch mit einer Besichtigungstour durch die Räumlichkeiten oder kulinarisch in Form einer maßstabsgetreuen Nachbildung als Torte. Die Kleinen oder Junggebliebenen vergnügten sich auf der aufgeblasenen Hüpfburg, während Vertreter aus umliegenden Gemeinden, Kirchen, Institutionen und Politik Grußworte überbrachten, eingerahmt von verschiedenen musikalischen Beiträgen.

Bilder von diesem Tag gibt es hier